Wie werden aus guten Vorsätzen Erfolge?

 

Fast jeder kennt das: ernst gemeinte gute Vorsätze oder Ziele gehören zum Jahresbeginn wie das Salz zur Suppe. Ob es die überflüssigen Pfunde sind, die endlich purzeln sollen oder das regelmäßige Fitnesstraining, das jetzt aber wirklich konsequent stattfinden wird oder auch ein anderes Ziel : meist lässt die anfängliche Begeisterung schnell nach und weicht dem alltäglichen Trott.

 

Warum ist es so schwierig, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen?

 

Zunächst einmal ist das Gehirn gewissermaßen ein Gewohnheitstier. Alles, was es gelernt hat und täglich immer wieder durch Wiederholung trainiert, kostet wenig Energie und läuft quasi nebenbei. Und aus diesem Grund legt das Gehirn auf diese Wiederholung auch großen Wert. Die neuronalen Netze, durch die diese Verhaltensmuster kodiert sind, verstärken sich bei jeder Wiederholung- so wie Muskeln beim Krafttraining.

Um gute Vorsätze in neue Gewohnheiten zu verwandeln, bedarf es neuer Verhaltensmuster.

Kommt es nun zu einer Veränderung von Verhaltensmustern, bedeutet das für das Gehirn vor allem erst einmal Arbeit: neue neuronale Netzwerke müssen gebaut werden, alte abgebaut oder verändert werden. Das fühlt sich dann für den „Gehirnbesitzer“ meist merkwürdig oder anstrengend an. Ein einfaches Beispiel: Falten Sie mal die Hände anders! Bei den meisten ist bei den gefalteten Händen der rechte Daumen vorne. Falten Sie jetzt mal die Hände so, dass der linke Daumen vorne ist. Viele müssen sich sehr bemühen, das hinzukriegen. Einige beschreiben das Gefühl sogar als eklig!

An diesem kleinen Beispiel sieht man, wie schwer eine Veränderung fallen kann.

 

Warum ist es dennoch möglich, sein Verhalten zu ändern und Ziele zu erreichen?

 

Der entscheidende Antrieb für die Zielerreichung ist das „Warum“.

Was habe ich persönlich davon, wenn ich das Ziel erreiche? Welches Bedürfnis wird damit befriedigt?

Wenn mich das Ziel emotional nicht so richtig „ankickt“, kommt der Verdacht auf, dass es gar nicht mein Ziel ist, sondern ich mich von der Meinung anderer habe beeinflussen lassen.

„Wenn ich aufhöre zu rauchen, ist das für meine Gesundheit gut…“ oder „Wenn ich 20 Kilo abnehme, ist das für meinen Blutdruck besser…“- das sind Sätze, deren emotionale Ladung nicht ausreicht, um das Gehirn aus seiner Komfortzone dauerhaft herauszulocken. Das Ziel muss so attraktiv sein, dass man das dringende Bedürfnis hat, dahin zu gelangen. Schließlich gibt es auf dem Weg dahin noch genügend Hindernisse.

Womit wir beim zweiten entscheidenden Punkt auf dem Weg zur Zielerreichung wären:

Ich muss mir zutrauen, die Hindernisse auf dem Weg zum Ziel zu meistern. Wenn sie mir auf die Dauer als unüberwindbar erscheinen, dann stimmt entweder etwas mit dem Ziel nicht(s.o.) oder mit meinem Selbstbild bzw. meinen Überzeugungen. An beidem kann man im Rahmen eines Coachings erfolgreich arbeiten.

Und auch Rückfälle gehören auf den Weg zum Ziel!

Nur weil ich während meiner Diät mal „gesündigt“ habe, weil die Torte einfach unglaublich lecker aussah, ist das noch lange kein Grund, das Handtuch zu schmeißen!

 

Wie kann ich mir die Hindernisse auf dem Weg zum Ziel schmackhafter machen?

 

Zum Trainieren ungewohnter Handlungsabläufe eignet sich das sogenannte mentale Üben.

Nehmen wir doch noch einmal das Thema Abnehmen als Beispiel:

Wenn Sie sich im Rahmen Ihrer Diät vorgenommen haben, die Cola gegen stilles Wasser auszutauschen und davon 3 Liter am Tag zu trinken, dann üben Sie doch mental: Stellen Sie sich vor, wie Sie sich ein Glas stilles Wasser eingießen und wie Sie es trinken. Erleben Sie den Moment mit allen Sinnen: fühlen Sie, wie das kalte Wasser die Kehle hinunterrinnt, hören Sie das glucksende Geräusch usw.

Dem Gehirn ist es ziemlich egal, ob wir etwas wirklich erleben oder es uns nur vorstellen: In beiden Fällen produziert es Netzwerke, mit denen es die neue Information speichert. Und je häufiger diese Information wiederholt wird, desto stabiler werden die Netzwerke- bis hin zu den „Autobahnen im Kopf“. So ist das ja schließlich auch mit den Gewohnheiten, die wir endlich loswerden wollen!

Die Devise lautet also: Immer schön üben!

 

Und wie kann ein Coaching bei mir Ihnen helfen, gute Vorsätze in Gewohnheiten zu verwandeln?

 

Wenn jemand im Rahmen eines Coachings an seinem Ziel arbeitet, machen wir mit mentalen Übungen nicht nur das Ziel attraktiver, sondern schauen uns auch alle Hindernisse und Einwände an. Der Weg zum Ziel ist zunächst mal Coaching-Mittelpunkt, dann die Zeit nach der Zielerreichung. Denn schließlich will man den Erfolg auch langfristig halten oder sogar ausbauen! So erreichen wir, dass die Konfrontation mit allen Hindernissen stressfrei erfolgen kann und der Weg zum Ziel leichter fällt- gehen muss ihn der Klient natürlich selbst.