Flugangst – und wie man sie besiegt

Der langersehnte Jahresurlaub steht bevor, aber die Vorfreude will nicht so recht aufkommen. Denn erst muss man den Flug an den Ferienort überstehen. Und allein die Vorstellung davon, in den Flieger steigen zu müssen, verdirbt einem den Spaß am Urlaub.

Leider gibt es bei einigen Reisezielen keine wirkliche Alternative zum Fliegen. Im Beruf ist Zeit tatsächlich Geld. Und bei privaten Urlaubsreisen ist es oft unmöglich, eine Alternative zum Fliegen zu finden. Und so nehmen viele Reisende die Tatsache in Kauf, die Nacht vor dem Flug nicht in den Schlaf zu kommen und den Flug selbst im panischen Ausnahmezustand zu verbringen oder sich mit Beruhigungsmitteln „zuzudröhnen“.

Für viele gibt es für diese irrationale Angst keine vernünftige Erklärung. Sie haben nie doch nie irgendwelche schlimmen Erfahrungen beim Fliegen gemacht.

Flugangst-Seminare helfen nicht immer weiter. Viele von Flugangst gepeinigte Passagiere wissen vom Verstand her sehr gut, dass das Flugzeug eines der sichersten Verkehrsmittel der Welt ist. Und dennoch bricht ihnen allein schon beim Gedanken an einen Flug der Angstschweiß aus.

Wie läuft ein Flugangst-Coaching mit wingwave ab?

Beim Flugangst-Coaching mit der Wingwave®-Methode ist es möglich, die emotionalen Ursachen für die Flugangst zu ermitteln und aufzulösen. Dabei hilft uns der sogenannte Myostatik®-Test. Er nutzt die Tatsache aus, dass eine Stress-Reaktion des Gehirns sich sofort auf die Muskulatur, v.a. der Hände auswirkt. Damit dient als er als Ursachen-Finder für die Panik-Reaktionen beim Fliegen.

Es finden sich oft erstaunliche Auslöser für die Gefühle von Angst oder Ohnmacht, die in den unterschiedlichen Flugsituationen auftreten. Meistens haben sie nichts mit dem Fliegen zu tun. So kann z.B. das Fallgefühl bei Turbulenzen im Flugzeug unbewusst die Erinnerung an einen Sturz in der Kindheit vom Klettergerüst oder vom Pferd wachrufen. Das sind sogenannte Spuren im Unfallgedächtnis, die im Emotionszentrum des Gehirns gespeichert sind. Und es reicht nur ein kleiner Aspekt, der an dieses Erlebnis erinnert, um eine Alarmreaktion auszulösen.

Wie gelingt es nun, die Verknüpfung zwischen den Flugerlebnissen und den Ereignissen in der Vergangenheit zu lösen, um das Fliegen entspannt genießen zu können? Beim Wingwave®-Coaching verwenden wir eine natürliche Methode des Gehirns, Erlebnisse emotional zu verarbeiten. Es handelt sich um schnelle Augenbewegungen, ähnlich den REM-Phasen in den nächtlichen Traumphasen.

Kommt ein Klient mit Flugangst zu mir zum Coaching, testen wir alle Phasen des Fluges sowie alle weiteren Aspekte, die in diesem Zusammenhang wichtig sein könnten, wie z.B. die Höhe, die Enge, Nachrichten von Terroranschlägen auf Flüge oder von Flugzeugkatastrophen und lösen die emotionale Stressreaktion mithilfe der geführten schnellen Augenbewegungen auf.

Ein Beispiel: Wie Erlebnisse beim Reiten zu Flugangst führen

Das Beispiel einer jungen Klientin veranschaulicht, was eine Flugangst auslösen kann: in ihrer Kindheit war sie viel geritten und hatte als junge Frau eine Ausbildung zur Pferdetrainerin gemacht. Entsprechend erinnerte ihr Unterbewußtsein die zunehmende Geschwindigkeit beim Start mit dem schneller werdenden Pferd, das beim Ausritt durchgeht. Das Fallgefühl bei Turbulenzen assoziierte es mit dem Sturz vom Pferd. Am schlimmsten war jedoch für sie das Gefühl, wenn die Maschine nach Erreichen der Flughöhe noch mal einen Schub in die Höhe machte. Hier löste die Assoziation zu einem halsbrecherischen Querfeldeinritt im Rahmen ihrer Ausbildung mit Sprüngen über weite Geländehindernisse die Panik aus.

Nach dem Coaching konnte sie die Flüge in die Vereinigten Staaten zu ihrem Verlobten gelassen antreten- und das eine oder andere Mal mußte die Stewardeß sie beim Landeanflug sogar wecken.